Häufig gestellte Fragen

DB AG/Daniel Saarbourg

Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Projekt.

Fragen zum Standort Dortmund

Was ist die Ausgangssituation?

Die Deutsche Bahn (DB) will für die Mobilitätswende das Angebot für klimafreundliches Reisen im ganzen Land weiter verbessern. Damit die Fernverkehrszüge rechtzeitig gewartet, gereinigt und repariert eingesetzt werden können, braucht es zusätzliche Instandhaltungskapazitäten. In Dortmund entsteht deshalb das neue ICE-Werk Dortmund-Hafen. Es bietet Arbeitsplätze für bis zu 500 Mitarbeitende und bringt eine Investition von mehr als 400 Mio. Euro in die Region.

Warum soll am Dortmunder Hafen ein neues ICE-Werk entstehen?

Bereits seit Jahren und auch zukünftig investiert die DB in die Modernisierung ihrer ICE-Flotte und trägt so entscheidend zur Mobilitätswende in unserem Land bei. Die Werkstattkapazitäten müssen hierfür schritthalten.

Dortmund ist ein zentraler Bahnknotenpunkt. Hier verlaufen schon heute wichtige Linien, viele Züge beginnen und enden hier. Für diese Züge müssen in den kommenden Jahren ausreichend Kapazitäten für die Instandhaltung bereitstehen. Zudem kann am Standort Dortmund die lange Zeit brachliegende Fläche des alten Güterbahnhofs für dieses wichtige Vorhaben genutzt werden.

Fragen zum Betrieb des Werkes

Was genau ist ein ICE-Werk? Was passiert dort?

Damit in unseren ICE-Zügen Tag für Tag hunderttausende Menschen zuverlässig durch Deutschland reisen können, sind hinter den Kulissen viele Mitarbeitende in derzeit neun ICE-Instandhaltungswerken im Einsatz. In den Pausen zwischen den Fahrgasteinsätzen fahren die Züge ins Werk. Dort unternehmen unsere Mitarbeitende alles Notwendige, damit der ICE für die nächste Reise wieder sicher, sauber und komfortabel bereitsteht. Im Werk checken wir zum Beispiel, ob die Technik einwandfrei funktioniert und erledigen anstehende Reparaturen. Außerdem reinigen wir den ICE  und sorgen für eine funktionierende Bordgastronomie.

Um was für ein Werk handelt es sich in Dortmund?

Das Herzstück des neuen Werks ist eine 480 Meter lange Wartungshalle. Auf vier Gleisen werden dort bis zu 17 ICE pro Tag fit gemacht. Die Züge werden innen und außen gereinigt, die Bordgastronomie ausgestattet und Zugdaten aufgespielt, planmäßige Wartungen vorgenommen und Störungen beseitigt.

Wir wollen das neue ICE-Werk Dortmund-Hafen mit 100 % klimafreundlichen Energiequellen versorgen. Durch Automatisierung und intelligente Gebäudetechnik sowie -steuerung halten wir den Energieverbrauch so gering wie möglich . Wir setzen auf Technologien wie Geothermie für Heizung und Warmwasser sowie Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung und bauen eine besonders isolierte Gebäudehülle, die auch zum Schallschutz beiträgt.

Was passiert mit dem bestehenden ICE-Werk in Dortmund?

Die ICE-Flotte der DB ist zuletzt stark gewachsen. Um dieses Wachstum für Fahrgäste auf die Schiene zu bringen, benötigen wir mehr Instandhaltungskapazitäten. Das Werk am Dortmunder Hafen ist daher zusätzlich zum bestehenden Fernverkehrswerk Dortmund-Spähenfelde erforderlich.

Mit wie viel Verkehr müssen die Anwohnenden während Bau und Betrieb des ICE-Werks rechnen? Werden die Materialien per Bahn oder Lkw geliefert?

Eines der Untersuchungskriterien im Zuge der Planungen war die logistische Anbindung. Dabei hat das Planungsteam für Bauzeit und Betrieb die Verkehrsströme betrachtet und auf Vereinbarkeit mit dem Standort überprüft. Die genaue Anzahl der täglichen Pkw - und Lkw-Fahrten wurden ermittelt und in die Antragsunterlagen zur Planfeststellung aufgenommen.

Die Materialien für den Betrieb des Werkes werden größtenteils per Lkw geliefert, da diese kurzfristig und auf den Tag genau bereitgestellt werden müssen. Große Ersatzteile, wie z.B. Drehgestelle, können auch über die Schiene angeliefert werden. Während der Bauphase werden insbesondere große Bauteile wie Schienen und Schwellen möglichst mit dem Zug zur Baustelle gefahren.

Wie werden Sie die umliegenden Siedlungen vor Lärm schützen?

Das neue ICE-Werk Dortmund-Hafen befindet sich in einem Industriegebiet. Gutachterliche Untersuchungen haben bestätigt, dass während des späteren Betriebs alle geltenden Grenz- und Richtwerte eingehalten werden. Grundlage hierfür sind die Vorgaben der 16. BImSchV* sowie der TA Lärm*.

Während der Bauphase kann es an einzelnen Tagen vorübergehend zu Grenzwertüberschreitungen kommen. Sollten daraus Einschränkungen für Anwohnende entstehen, werden diese frühzeitig im Vorfeld darüber informiert.

* BImSchV = Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes
* TA Lärm = Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm

Werden auch außerhalb des ehemaligen Rangierbahnhofs zusätzliche Gleise gebaut, auf denen abgestellte Züge Lärm erzeugen durch laufende Klimaanlagen oder Lüfter? Wird dann dort rangiert und ggf. sogar Güterzüge abgestellt?

Zusätzliche Abstellungen und Rangierfahrten werden ausschließlich auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs stattfinden.

Wie passt der mögliche Ausbau des ICE-Werks von Siemens in der Nordstadt in die Planungen der Deutschen Bahn?

Es gibt hierzu keine Zusammenhänge – außer, dass beide Vorhaben für den Ausbau des klimafreundlichen Schienenverkehrs notwendig sind.

Fragen zu den Chancen für die Region

Wie profitieren die Menschen in Dortmund vom neuen Werk?

Wir setzen starke wirtschaftliche Impulse für die Region und machen sie so noch attraktiver. Wir schaffen zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten sowie bis zu 500 neue Arbeitsplätze und investieren in eine bessere Infrastruktur und Einbindung Dortmunds in den Fernverkehr. Neben dieser besseren Anbindung im Fernverkehr profitiert die Region auch wirtschaftlich vom Bau und Betrieb des Werkes, nicht zuletzt durch die Gewerbesteuern, die die DB an die Kommune abführt. Zudem findet eine seit langer Zeit ungenutzte DB-Brachfläche wieder eine neue, sinnvolle Nutzung.

Wie setzen sich die rund 500 neuen Arbeitsplätze zusammen, welche Berufsbilder werden gesucht?

Es entstehen bis zu 500 neue hochwertige Arbeitsplätze. Für den Betrieb eines ICE-Werkes suchen wir Ingenieur:innen, Disponent:innen sowie Instandhalter:innen der Fahrzeuge aus den Bereichen Elektronik, Mechatronik, Schlosserei. Darüber hinaus benötigen wir Triebfahrzeugführer:innen für das Bewegen der ICE-Fahrzeuge sowie Reinigungspersonal.

Aktuelle Stellenangebote finden Sie hier.

Werden die neuen Kolleginnen und Kollegen direkt bei der Deutschen Bahn angestellt und zahlt diese nach Tarifvertrag?

Die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden bei der Deutschen Bahn, DB Fernverkehr und weiteren Konzerntöchtern angestellt. Die entsprechenden Konzernunternehmen der DB zahlen dabei natürlich nach Tarifvertrag.

Fragen zu den Auswirkungen auf den Verkehr

Wirkt sich das Projekt auf den Regionalverkehr in Dortmund aus?

Die Fahrten ins ICE-Werk werden parallel zum bereits bestehenden Schienenverkehr erfolgen. Es stehen ausreichend Kapazitäten zur Verfügung, sodass keine Auswirkungen für den Nah- und Regionalverkehr zu erwarten sind.

Wie kommen die ICE-Züge ins Werk?

Die ICE-Züge werden nach Fahrtende bzw. vor Fahrtantritt auf bestehenden Gleisen mit eigenen Fahrplänen vom Dortmunder Hauptbahnhof ins Werk sowie wieder zurückgefahren. Notwendige Gleisanlagen für die reine ICE-Nutzung werden ab dem Abzweig ins Werksgelände neu gebaut.

Die Fahrtzeiten ins und aus dem Werk verteilen sich über den gesamten Tag. Sie sind abhängig von den Fahrplaneinsätzen der Fahrzeuge sowie den freien Kapazitäten auf dem Gleisnetz.

Fragen zum Bauablauf

Wie sieht der Zeitplan für den Bau des Werks aus?

Für den Bau des neuen ICE-Werk Dortmund-Hafen war ein Planfeststellungsverfahren (PFV) erforderlich. Dieses förmliche Verwaltungsverfahren stellt sicher, dass ein Bauvorhaben allen rechtlichen Anforderungen entspricht und öffentliche wie private Belange sorgfältig geprüft und gegeneinander abgewogen werden.

Die Planungsunterlagen wurden im Dezember 2022 bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Eisenbahn-Bundesamt, eingereicht. Im August 2024 wurde der Planfeststellungsbeschluss für das Projekt erlassen. Damit ist das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen und der Baustart konnte offiziell erfolgen.

Derzeit gehen wir davon aus, die Bauarbeiten bis Mitte 2027 abschließen zu können und das neue Werk in Betrieb zu nehmen.

Wo kann man sich über das Projekt informieren?

Erste Anlaufstelle für Interessierte ist unsere Projektwebsite www.ice-werk-dortmund-hafen.de. Dort finden Sie alle wichtigen Informationen, Hintergründe, aktuellen Meldungen und Termine.

Für weiterreichende Fragen steht auf der Website auch ein Kontaktformular bereit, über das Sie sich mit Ihren Fragen direkt an die Projektverantwortlichen wenden können.

Wenn Sie Fragen haben, die wir hier in den FAQ nicht beantwortet haben, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

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